Team Term Sheet - Alan Solansky, Startup-Anwalt

Kostenloser Download zur Gründungsvorbereitung: Das Team Term Sheet von Alan Solansky

Startup-Teams haben am Anfang ihres Unternehmensaufbaus oft anderes im Sinn als die vertraglichen Regelungen zu klären. Alles läuft doch gut – warum sich jetzt schon so bürokratisch Gedanken um die Details machen?

Aber dann passiert doch irgendwie immer irgendetwas … Wie oft habe ich schon Stories wie diese gehört:

  • Das Gründungsteam hat auf einer Veranstaltung überraschend schnell einen Business Angel gefunden (hurra!). Jetzt legt dieser Investor ein Term Sheet vor, das voller unbekannter Klauseln und Formulierungen ist. Das Gründungsteam ist nun unter Zugzwang und diskutiert hektisch anhand dieser Vorlage, was akzeptiert und was diskutiert werden soll.
  • Das Team legt begeistert los und erzielt erste Erfolge. Dann entscheidet sich aber einer der Gründer nach wenigen Monaten, doch einen anderen Job anzunehmen. Er hält jedoch 15% der wertvollen Unternehmensanteile, die fortan für das Unternehmen verloren sind.

Besprich die Optionen für die Gesellschafterverträge rechtzeitig mit deinem Team!

Leider ist die Diskussion der Startup-Gesellschafterverträge noch kein Standard-Bestandteil der Gründungsvorbereitung. Viele Teams gehen sie daher zu spät an. Oft wird die Diskussion um den Gesellschaftervertrag erst dann angestoßen, wenn äußere Umstände das Gründungsteam unter Druck setzen. Dann entsteht in der Eile meist eine suboptimale Ausgangsbasis für weitere Verhandlungen mit Investoren.

Bevor du dich in Investorenverhandlungen stürzt, versuche erst einmal, einen Überblick darüber zu gewinnen, welche Auswahl an Möglichkeiten es für die Ausformulierung der verschiedenen Klauseln überhaupt gibt. Diese solltest du auch im Gründungsteam diskutieren, so dass ihr euch über die besten Alternativen für euer Startup einig seid, bevor du auf Investoren zugehst.

Grundlage für die Ausarbeitung der Gesellschafterverträge: Das Team Term Sheet

Startup-Anwalt Alan Solansky kannte dieses Problem auch aus seiner Arbeit mit Gründungsteams. Er hat eine Lösung dafür erarbeitet: ein Team Term Sheet.

Analog zu einem Term Sheet mit Investoren dient das Team Term Sheet als Checkliste für Gründungsteams. Es gibt Gründerinnen und Gründern einen „roten Faden“ an die Hand, welche Themen bei der Gründung bedacht und geregelt werden sollen. Das Team Term Sheet zeigt auch auf, welche Fachbegriffe hier zum Einsatz kommen und welche Optionen es gibt. Sie zu kennen, ist für die interne Diskussion und insbesondere bei den späteren Gesprächen mit Investorinnen und Investoren hilfreich.

Das Team Term Sheet von Alan Solansky findest du unter www.startupfinanzierung.com/teamtermsheet zum freien Download.

Achtung: Das Team Term Sheet gibt keinen abschließenden Überblick über sämtliche Gestaltungsvarianten und ersetzt nicht eine fundierte Beratung eines erfahrenen Coaches oder Anwalts.

Über den Startup-Anwalt Alan Solansky

Alan Solansky, Startup-Anwalt

Alan Solansky, Startup-Anwalt

Der ursprünglich aus München stammende Wahlschweizer Alan Solansky ist Startup-Anwalt und war einer der Mitgründer des Partyportals Nachtagenten. Als Anwalt gewann er für seine erfolgreiche Beratung von Startups bei Finanzierungsrunden unter anderem 2016 und 2019 den „Deal Maker Of The Year“-Award und 2018 den „Game Changer“-Award von Finance Monthly. Er engagiert sich an der TU München, im XPRENEURS-Incubator und beim START Incubator, einer Initiative der Hochschule St. Gallen (HSG), als Workshop-Leiter, Mentor und Experte für Startups. Als Legal Angel ist er an verschiedenen Startups beteiligt.

Mehr über Verträge und Verhandlungen für Startups

Das Team Term Sheet ist ein Anhang aus meinem Buch „Startup-Finanzierung: Dein Insider-Guide. Praxis-Tipps von Investoren für Gründer“. Mehr kostenlose Downloads findest du im Bereich Ressourcen.

Wenn du mehr über Beteiligungsverträge/Gesellschafterverträge für Startups erfahren möchtest, findest du im Buch ausführliche Infos dazu. Darin geht es unter anderem um folgende Themen:
Startup Finanzierung - Buch-Cover

  • Welche Beteiligungsmodelle gibt es für Startups in Deutschland?
  • Wie finde ich die richtige Anwältin oder den richtigen Anwalt für mein Startup?
  • Welche Vereinbarungen enthalten Beteiligungsverträge oder Wandeldarlehen?
  • Wie verhandeln Gründungsteams mit Investorinnen und Investoren?

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Verwässerung - Willst du das Investment wirklich?

Über große und kleine Kuchen (oder: Willst du das Investment wirklich?)

Bei der Startup-Finanzierung dreht sich oft alles um die Frage „Wie komme ich an ein Investment für mein Startup?“. Auch in meinem Buch geht es in der Mehrzahl der Kapitel darum, wie Gründerinnen und Gründer es schaffen, Geldgeber von ihrem Startup zu überzeugen.

Ganz zu Anfang meines Buches stelle ich jedoch eine andere Frage: Willst du das Investment wirklich?

Warum ist es so wichtig, diese Frage zu stellen?

Jedes Investment hat seinen Preis

Auch wenn Investoren dein Startup schon früh als das nächste große Ding feiern und du die Chance hast, viel Geld einzuwerben: Externes Kapital wird dir nie geschenkt, sondern hat seinen Preis.

In jedem Fall wird es dich Zeit und Mühe kosten, ein Investment einzuwerben, eine Förderung zu beantragen oder eine Crowdfunding-Kampagne zu organisieren. Langfristig am entscheidendsten ist jedoch: Bei den meisten Finanzierungsformen wirst du Anteile an deinem Unternehmen für das Investment abgeben müssen.

Je mehr Geld du aufnehmen willst und je früher du Geld aufnimmst, desto mehr Unternehmensanteile musst du verkaufen.

Verwässerung – der Preis von Investments in verschiedenen Phasen

Das Beispiel unten verdeutlicht eine typische Verwässerung der Anteile in einem Unternehmen, das von den üblichen Verdächtigen in verschiedenen Phasen Kapital bekommt.

Es beginnt damit, dass du Anteile an eine Mitgründerin oder einen Mitgründer abgibst und Freunde, Business Angels und Acceleratoren in dein Unternehmen investieren. Als nächstes vergibst du Anteile an deinen ersten Angestellten und weitere Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter (über einen Anteilspool). Schließlich bekommst du ein riesiges Investment von einem lokalen Venture Capital-Fonds (VC-Fonds), und später noch ein weiteres von einem internationalen VC-Fonds. Am Ende hältst du nur noch 17 deiner ursprünglichen 100 Prozent Anteile an deinem Unternehmen.

Verwässerung eines Startups durch Investments

Verwässerung eines Startups

Lohnt es sich, mit Investments deinen Startup-Kuchen zu vergrößern?

Lohnt es sich, statt 100 Prozent eines sehr kleinen Kuchens nur noch 17 Prozent eines (hoffentlich) großen Kuchens zu behalten?

Das hängt von deiner spezifischen Situation ab und davon, was du wirklich mit deinem Startup erreichen willst. Ist es dir wichtiger, dein Unternehmen selbst steuern zu können, selbst wenn es nur ein kleines ist, als es zu einem weltweiten Marktführer zu machen? Dann solltest du diesen Weg sicher nicht gehen!

Aber wenn du ein Startup hast, das Kapital braucht, um zu wachsen oder schnell genug zu wachsen, sind VC-Fonds und andere Arten von Investoren möglicherweise genau das, was du brauchst!

Du solltest dich fragen:

  • Brauchen wir das Geld wirklich?
  • Wird das Geld wirklich einen riesigen Unterschied für unser Unternehmen machen – oder könnten wir unsere Ziele auch ohne erreichen?
  • Und wenn wir Geld brauchen, brauchen wir es jetzt oder kann das auch bis später warten?

Ein gut gehütetes Geheimnis: Nicht immer ist der größere Kuchen der bessere

Eine in der Startup-Welt oft ignorierte Tatsache ist: Oft ist das innovative Dienstleistungsunternehmen, über das Gründerszene oder TechCrunch niemals berichten werden, für dich als Gründerin oder Gründer deutlich lukrativer als das riesige, weltweit gehypte Produkt-Startup. Denn das kann nicht ohne externes Kapital abheben. So bist du gezwungen, einen Großteil deines Unternehmens an Investoren zu verkaufen, um überhaupt zum Ziel zu kommen. Den Gewinn beim Verkauf dieses nach außen hin riesigen Kuchens streichen dann größtenteils andere ein.

Dein Kuchen mag zwar kleiner sein, aber gehört er dir zu 100 Prozent, stehst du beim Verkauf möglicherweise sogar besser da.

Wie Rand Fishkin, Gründer des erfolgreichen SEO-Software-Unternehmens Moz und Autor des Buches Lost and Founder sagt:

„Wenn alles glatt geht, könntest du dir am Ende ein zusätzliches Batmobil oder zwei leisten!“

Mehr zur Finanzierungsstrategie für Startups

Wenn du noch mehr Insider-Tipps zur Finanzierungsstrategie für dein Startup suchst, findest du in meinem Buch „Startup-Finanzierung“ mehrere ausführliche Kapitel dazu. Unter anderem zu folgenden Themen:

  • Braucht dein Startup wirklich externes Kapital?
    Startup Finanzierung - Buch-Cover
  • Wann der richtige Zeitpunkt für ein Investment ist
  • Wie dein Startup ohne externes Kapital startet und wächst
  • Wie viel dein Startup wert ist

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